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09. Dezember 2019

Besuch aus Moskau in der Marienschule

Erster Gegenbesuch der russischen Schüler in Cloppenburg

Am Montag, dem 09. Dezember, durfte Simone Hegger-Flatken erstmalig neun Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrkräften und einem Mitglied der Schulleitung des Bildungszentrums 109 aus Moskau in der Turnhalle der Marienschule begrüßen. Zu diesem Zweck war die ganze Schulgemeinschaft zusammengekommen. Die russischen Jugendlichen stellten sich einzeln vor und beeindruckten mit ihren guten Deutschkenntnissen.

 

 

 

Bereits im September waren neun Jugendliche unserer Schule mit Lehrkräften in Moskau gewesen, hatten dort unter dem Motto „Schulpartnerschaft geht durch den Magen“ gemeinsam mit ihren Austauschpartnern gekocht, den Schulalltag und Land und Leute kennengelernt. Diese Begegnung wird vom Deutsch-russischen Jugendaustausch gefördert. Auch in Cloppenburg wird diese Woche jeden Tag an dem Projekt gearbeitet.

Vergangenen Sonntag landete nun der Gegenbesuch in Düsseldorf, wo die Gäste von Janes Buschenlange und Julia Ginter empfangen wurden. Anschließend ging es im Bus gemeinsam nach Cloppenburg, wo bereits die Gastfamilien auf die Jugendlichen warteten. Am Montag folgte der Begrüßung dann eine Stadtführung. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa gab es eine Schulführung und dann die ersten Erfahrungen mit deutschem Schulunterricht, bevor es dann erstmalig an die Projektarbeit ging. Der Abend fand dann wieder in der Gastfamilie statt.

Am Dienstag ging es zu einem Besuch des Hofes Klostermann nach Warnstedt, um zu sehen wo die Zutaten des Kochens herkommen. Dabei gab es viele Gespräche über Obst, Getreideanbau und Tierhaltung. Natürlich durften die Jugendlichen die kleinen Ferkel auch hautnah erleben. Für die Schüler aus Moskau war es die erste Begegnung mit einem lebenden Schwein. Am Nachmittag ging es weiter zum Weihnachtsmarkt nach Oldenburg. Im oldenburgischen Staatstheater sahen die Jugendlichen dann von Heinrich Kleist „Der zerbrochene Krug“.

Der Mittwoch stand dann ganz im Rahmen der Projektarbeit, d.h. einkaufen, kochen mit Irmgard Lüske und Unterricht. In zwei Gruppen besorgten die Jugendlichen die Zutaten und bereiteten dann Hackfleischröllchen, Kartoffelgratin mit Rosmarin, Möhrensalat, eine Apfelschichtspeise, Stollengebäck und gebrannte Mandeln zu. Gruppe 1 hatte sich für einen ökonomischen Einkauf entschieden, während Gruppe 2 den Fokus auf gesundes Kochen legte. Alle Beteiligten waren sehr gut zufrieden und hatten viel Spaß.  Eine Gastschülerin lobte das Essen und sagte: „Oh, das duftet so großartig, dass mir schon jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft.“ Als Abendprogramm fuhr die Gruppe zum Kegeln.

Am Donnerstag hieß dann nach der Projektarbeit das Reiseziel Osnabrück. Dort sahen die Jugendlichen im Theater eine moderne Form von „Aschenputtel“ von den Gebrüdern Grimm. Anschließend bot der Weihnachtsmarkt sich an und der Abend gehörte der Gastfamilie.

Am Freitag war zunächst Unterricht und Projektarbeit bevor es dann zu einer beeindruckenden Zeitreise ins Cloppenburger Museumsdorf ging, die Rita und Jürgen Müller machten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadt war der Rest des Tages zur freien Verfügung. Das Wochenende wurde in der Gastfamilie verbracht. Alle Teilnehmer waren tagsüber unterwegs. Auch der Abend wurde gemeinsam genossen. Am Sonntag waren alle Schüler und Eltern zur Verabschiedung gekommen. Natürlich flossen auch ein paar Tränen auf beiden Seiten. Mit vielen positiven Eindrücken und Souvenirs ging es dann zurück nach Moskau. Alle Beteiligten hoffen, dass dieser Besuch der Anfang eines festen Austausches und einer langen Freundschaft wird. Besonders hervorzuheben ist auch das Projekt, an dem die Jugendlichen täglich gearbeitet haben und so sich nähergekommen sind und Freundschaften bilden konnten. Ein besonderer Dank gilt auch den Eltern, die den Gastschülern eine schöne Woche ermöglicht haben.