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23. Mai 2018

Polizist, Notärztin und Unfallopfer leisten Präventionsarbeit

Zum wiederholten Male waren Verkehrssicherheitsberater Achim Wach von der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, die Notärztin Almut Opolka und das Unfallopfer Michaela Meyer zu Gast bei den 10. Klassen der Oberschule Marienschule in Cloppenburg.

Michaela Meyer war im Jahre 2001 mit ihrem Freund nach einem Diskothekenbesuch in einen schweren Verkehrsunfall im Landkreis verwickelt, welcher ihr ganzes Leben verändern sollte. Seitdem hat die junge Frau sich diversen Operationen unterziehen müssen und ist noch immer an den Rollstuhl gebunden.  Mit Spezialschuhen konnte sie eine Zeit kurze Wegstücke gehen. Doch nun ist sie wieder an den Rollstuhl gebunden und wird sich in diesem Sommer ihrer 16. Operation unterziehen müssen. Die junge Frau berichtete den Schülern sehr eindrucksvoll, wie der Unfall ihr Leben verändert hat.

Achim Wach, von der Polizeidienststelle Cloppenburg/Vechta, hält die Aufklärung durch ein betroffenes Unfallopfer für eine realistische Ergänzung in der Präventionsarbeit, da M. Meyer das verkörpert, was der Polizeibeamte sonst nur in Form von Zahlenmaterial vermitteln kann. M. Meyer erzeugt durch ihren persönlichen Auftritt und ihr Schicksal Betroffenheit, da die Jugendlichen sich mit ihr auch identifizieren können. Seit 2005 beteiligt sich Michaela Meyer an dieser Präventionsarbeit, für die sie im Jahre 2015 durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck geehrt wurde.

Auch Almut Opolka, von Beruf Notärztin, macht diese Form der Aufklärung bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich, weil sie hofft, dadurch bei den Jugendlichen ein höheres Verantwortungsbewusstsein zu erreichen. Dafür wurde sie 2016 in Berlin auch mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Joachim Gauck ausgezeichnet.

Gegen Ende des gut 90-minütigen Vortrages appellierte M. Meyer an die Jugendlichen, nicht irgendwo mitzufahren, sondern das Handy zu nutzen und z.B. die Eltern zu bitten, sie von der Feier abzuholen. Keiner, so fügte sie hinzu, soll so wie ich durch die Hölle gehen müssen.

Die Jugendlichen ihrerseits waren sehr interessiert und stellten Fragen, die M. Meyer bereitwillig beantwortete.