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17. Mai 2018

White Horse Theatre zu Gast

Am heutigen Donnerstag war zum wiederholten Male das "White horse theatre", Europas größtes professionelles Tourneetheater in Englisch, zu Gast in der Marienschule.

Seit 1978 touren englische Schauspieler durch ganz Deutschland, Teile von Frankreich, Japan und China und bieten verschiedene aktuelle Theaterstücke in englischer Sprache sowohl inhaltlich als auch sprachlich auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten an. Die Texte schreibt der Gründer Peter Griffith selbst. Dabei macht er sich das Motto: „Learn English through Theatre", also „Lerne Englisch durch Theater" zu nutze. Die unterhaltsamen gut inszenierten Stücke machen Lust auf die englische Sprache und bieten neben der Unterhaltung ein Erfolgserlebnis für die Zuschauer.
Mit „Fear in the Forest“ begann die Aufführung für die Jahrgänge 5/6. Inhalt war eine beängstigende Nacht für ein Mädchen, das sich in einem Wald verirrt hat, in dem nichts ist wie es zu sein scheint. Mitten in stürmischer Finsternis sucht Josie Schutz in einem unheimlichen Haus und klopft an die Tür. Doch wer lebt hier und welche Gefahren lauern im tiefen dunklen Wald? Mit viel Situationskomik schafften die Akteure es, auch die leistungsschwächeren Schüler für diese „Rotkäppchen-Persiflage“ zu begeistern.

Für den Doppeljahrgang 7/8 folgte dann „Lip Gloss“, ein sozialkritisches Stück, das mit viel Humor und Popmusik die Vorurteile zwischen den Gesellschaftsschichten thematisiert. Elaine und Juliet könnten unterschiedlicher nicht sein: Elaines Eltern haben nicht einmal genug Geld, um Elaine die Klassenfahrt zu bezahlen, Juliet hingegen hat reiche Eltern und geht zum Ballettunterricht. Zufällig lernen sich beide Mädchen bei einem Talentwettbewerb kennen und beschließen, gemeinsam Musik zu machen. Kurz darauf werden sie von Clive, einem Musikproduzenten, entdeckt, der sie unter seine Fittiche nimmt und ihre Karriere als Pop-Duo 'Lip Gloss' fördert. Elaine und Juliet werden bald berühmt, doch hinter den Kulissen kommt es immer wieder zum Streit zwischen den grundverschiedenen Mädchen...

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen neun und zehn sahen dann „Move to Junk“. An ihrem ersten Tag in der neuen Schule findet Amanda es schwierig, sich einzugewöhnen. Die anderen Mädchen sind anders als sie. Und das Stuart sich gut mit ihr versteht, macht es ihr nicht einfacher. Ganz im Gegenteil – alles wird immer schlimmer: Jemand setzt im Cyberspace gemeine Gerüchte über sie in die Welt! Aber welcher ihrer Klassenkameraden steckt dahinter und was kann Amanda tun? Unerbittlich wird Amanda weiter in die Verzweiflung getrieben – und niemand weiß, wer der Täter ist. Dieses neue Stück untersucht ein aktuelles Thema, dass das Leben von Millionen SchülerInnen zur Hölle macht. Es geht um „Cyber-Mobbing“. Davon sind laut aktueller Studien heute bereits bis zu 36% der Jugendlichen in Deutschland betroffen.

Im Anschluss an jede Darbietung nahmen sich die vier Akteure -zwei Männer und zwei Frauen- Zeit, um die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Hier konnte jeder Schüler individuell nach seinem Leistungsstand einfache bzw. komplexe Fragen stellen, die die sympathischen jungen Schauspieler bereitwillig beantworteten.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese amüsanten Aufführungen als Form des Spracherwerbs eine gelungene Abwechslung zum alltäglichen Englischunterricht waren und jeder einzelne seine Sprachkenntnisse überprüfen und vielleicht die Notwendigkeit des Vokabellernens einsehen konnte.