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Marientag: Trotz des Regens pilgerten wir nach Bethen

Marientag
Traditionsgemäß pilgerten am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt gut 500 Schüler und Schülerinnen der Oberschule Marienschule Cloppenburg vom Standort Wallgärten gemeinsam mit ihren Lehrkräften in einer 40-minütigen Fußwallfahrt nach Bethen, um dort in der Basilika die alljährliche Marienmesse  zu feiern. An diesem gefeierten Patronatstag gedenkt die Schulgemeinschaft in besonderem Maße der Mutter Gottes, der Schutzpatronin und Namensgeberin der Schule.

 

Den Gottesdienst zelebrierte der bei den Jugendlichen durch die Schulmessen bekannte Kaplan Holger Ungruhe. Vorbereitet worden war der Gottesdienst von Frau Simone Hegger-Flatken und Herrn Rüdiger Schipper mit den Schülern der Klassen 7cR und 8cR.

 

Bereits morgens um 8.00 Uhr liefen zeitgleich die Vorbereitungen für dieses Highlight der Schulgemeinschaft an zwei Standorten. Während sich auf dem Sportplatz hinter dem Schulgebäude an den Wallgärten die Jugendlichen mit ihren Klassenlehrern zum Fußmarsch versammelten, bereiteten 20 Mütter und zwei Väter zusammen mit fünf Lehrkräften in der Pausenhalle der Marienschule 1100 Brötchen vor, die sie mit Nutella schmierten bzw. mit Käse und Wurst belegten und als Buffet mit Getränken aufbauten. Normalerweise findet dieses Frühstück jedes Jahr auf dem Sportplatz des SV Bethen statt. Doch eine 98%ige Regenwahrscheinlichkeit hatte die Schulleitung bereits am Dienstag dazu bewogen, das Pausenfrühstück im Schulgebäude einzunehmen. In der Basilika hingegen probten die am Gottesdienst beteiligten Schüler mit ihren beiden Lehrkräften.

In seiner Begrüßung freute sich Kaplan Ungruhe über die gut gefüllten Kirchbänke und meinte dass das Eingangslied „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ so eine ganz andere Bedeutung erhalten würde.

Weiterhin stellte er die Frage, was für eine Person nun eigentlich Maria war. Nun, so fuhr er fort, heute würde man diese Frage mittels eines Interviews klären. Dieses spielten dann die Schüler auch nach. So antworteten verschiedene Jugendliche zu Fragen wie sie sich Maria vorstellen und welche Bedeutung dieser Name für die Schulgemeinschaft hat.

In der folgenden Ansprach nahm Holger Ungruhe Bezug auf eine Bibelstelle aus dem Lukasevangelium und sagte, dass dieses wohl die einzige Stelle in der Bibel sei, wo Maria uns wirklich als Mutter begegnet, wo sie Sorgen hat und vielleicht auch Stress mit ihrem heranwachsenden Sohn. Dabei erinnerte der Geistliche sich an seine eigene Mutter, die ihm einmal eine Spruchkarte mit folgendem Text zugeschickt habe: „Pass auf, dass dein Lebensweg die Möglichkeit hat, hin und wieder einen schönen Umweg zu machen“. Jede Mutter -so fügte er hinzu- hat Träume von der Zukunft ihrer Kinder, die sie gerne verwirklicht haben möchte. Doch auch Kinder sind eigene Wesen. Und nicht immer folgen sie den Wünschen der Eltern. Eine gute Mutter engt aber ihr Kind nicht ein, sondern gibt ihm die Freiheit, seine Wege selber zu gehen. Solche Mütter wünschte der Kaplan allen Anwesenden.

Maria hat die Wege ihres Sohnes und sein schmerzvolles Ende miterleben müssen. Maria, so der Geistliche, ist ein wertvoller Garant, wir können verschiedene Wege gehen, doch am Ende werden wir gehalten, so wie Maria es mit Jesus getan hat.

Um dies Aussage zu verdeutlichen, bat Kaplan Ungruhe 6 Schüler aus dem Jahrgang fünf in den Altarraum und stellte einen in die Mitte. Die anderen Jungen bildeten einen Kreis um ihn. Nun forderte er denjenigen auf, der in der Mitte stand, sich fallen zu lassen. Die Freunde hielten ihn. Bei einer anschließenden Befragung gab der Junge an, zu keiner Zeit Angst gehabt zu haben, da ja seine Freunde dagewesen wären und ihn zu jeder Zeit gehalten hätten. Genauso fügte der Geistliche abschließend hinzu, ist es mit Maria. Wir können in unserem Leben hin und hergeworfen werden, aber letztendlich werden wir immer wieder von Maria/Gott aufgefangen und gehalten.

Während der Messe begleiteten ein Spontanchor der Marienschule den musikalischen Teil der Feier. Dafür bedankte sich Kaplan Ungruhe nochmals. Mit dem Schlusslied „Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn“ wurde dieser festliche Gottesdienst beendet.

 

Im Anschluss an diese Schulmesse wanderten die 550 Jugendlichen und ihre Lehrkräfte zur Stärkung zur Schule zurück und wurden dann nach einem wohlgelungenen und abwechslungsreichen Vormittag ins verlängerte Wochenende entlassen.

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