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Geschichte: Schüler fahren nach Esterwegen

Besuch des Konzentrationslagers Esterwegen am 17.01.2017

 von Linus Willenbrink

Die Schüler der Klassen 9cR und 10aH der Marienschule Cloppenburg waren am Dienstag, den 17.01.2017, im Konzentrationslager in Esterwegen, um etwas über die Entstehung und Geschichte des Konzentrationslagers herauszufinden. Dazu haben sie noch  Menschen (Zeitzeugen) kennengelernt, die in diesem Konzentrationslager waren.

Zunächst haben sich die Schüler eine Präsentation angehört, in der es um die Entstehung und berühmte Leute des Konzentrationslagers ging.

Das Konzentrationslager Esterwegen war ein Arbeitslager. Dies bedeutet, dass die Gefangenen dort im Moor arbeiten mussten z.B. das Moor trocken legen. Während der Arbeit waren Sie nur mit Baumwollkleidung und Holzschuhen bekleidet. Im Winter, wenn es gefroren hat, hatten sie es ganz schwer, weil die Kleidung sehr dünn war und sie mit einem Spaten ausgerüstet waren und der Boden gefroren war.

Einmal im Jahr gab es die „Nacht der langen Latten“. In dieser Nacht bekam jeder Gefangene eine Tüte Tabak, die diese rauchen konnten. Die Gefangenen nannten sich selbst die Moorsoldaten, weil sie immer im Moor gearbeitet haben und sich nicht unterkriegen ließen. Daher kommt das Lied „Wir sind die Moorsoldaten“, welches sie in der „Nacht der langen Latten“ singen mussten. Am Ende dieser Nacht mussten die Gefangenen den erhaltenen Tabak wieder abgeben. Da die Gefangenen den Tabak teilweise jedoch nicht abgeben wollten, haben die Soldaten eine Suchaktion nach dem Tabak gestartet. Die lief so ab, dass die Soldaten die Gefangenen mitten in der Nacht aufs Feld geschickt haben und die Soldaten dann die Häuser der Gefangenen durchsuchten. Jeder, der Tabak im Haus hatte, wurde bestraft. Diese Strafen waren zum Beispiel Schläge mit einem Stück Holz. Dabei mussten die Gefangenen bis 25 zählen. Aufgrund der starken Schmerzen verzählten sich die Gefangenen häufig, sodass sie von vorne zählen mussten.

Zum Schluss durften die Schüler die Ausstellung über das Konzentrationslager mit einem Fragebogen und einer Karte besichtigen. In der Ausstellung waren Portraits von Leuten, die in diesem Konzentrationslager waren und auch die Ausrüstung von den Gefangenen. In Fragebögen ging es um verschiedene Häftlinge, wie zum Beispiel Carl von Ossietzky, einen Friedensnobelpreisträger. Er kam in das Konzentrationslager Esterwegen, weil er ein Pazifist und Demokrat war und gegen die NS-Diktatur vorging.

 

 

 

 

 

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