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Alwin Meyer: Vergiss deinen Namen nicht

 Autorenlesung mit Alwin Meyer

 Auf Einladung der  Oberschule Marienschule Cloppenburg hielt der aus Cloppenburg stammende Alwin Meyer eine Autorenlesung aus seinem 2016 in zweiter Auflage erschienen Buch „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Ausschwitz“. Zuhörer waren die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Marienschule.

Seit über vier Jahrzehnten erforscht Meyer die Schicksale zahlreicher Kinder und Jugendlichen, die das Leid im Konzentrationslager in Auschwitz durchleben mussten. Auslöser für seine Forschungen war  sein erster Besuch im KZ Auschwitz als junger Mann 1972, wo für ihn die Entscheidung reifte, sich mit den Schicksalen der Kinder in Auschwitz zu beschäftigen. Von über 230.00 Kindern, die Auschwitz erleben mussten, konnten am Ende nur etwas mehr als 600 Kinder befreit werden. Von diesen hat Meyer in den letzten Jahrzehnten 80 Menschen weltweit gefunden, mit ihnen Kontakt aufgenommen und ihre Schicksale dokumentiert. „Ich wollte diesen Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben“, nennt Meyer sein wichtigstes Motiv für sein Tun. In zahlreichen Gesprächen hat er ihr Vertrauen gewinnen können, mit einigen von ihnen pflegt er bis heute noch Kontakt.

Es gelang dem Autor in seinem Vortrag in bemerkenswerter Art und Weise seine jungen Zuhörer in den Bann zu ziehen. Zu Beginn seines Vortrages beschreibt er das KZ Auschwitz, wie es aufgebaut gewesen ist, wie der Alltag für die Lagerinsassen und gerade auch für die Kinder ausgesehen hat. Dabei scheut er sich nicht davor, sich lang auf den Boden zu legen, um damit den jungen Menschen zu zeigen, wie die Menschen in den eigentlich als Pferdeställe gedachten völlig überfüllten Baracken schlafen mussten. Die Zuhörer sind aber besonders beeindruckt von den Einzelschicksalen, die Meyer im Anschluss in Wort und Bild vorstellt. Er berichtet von der brutalen Trennung der Kinder von den Eltern, von dem täglichen Kampf ums Überleben, von den medizinischen Versuchen, die an den Kindern verübt wurden. Er berichtet aber auch, dass mit der Befreiung der Kinder ihr Leidensweg oft noch nicht beendet war. Ihrer Angehörigen oft beraubt, an ihren alten Wohnorten unerwünscht gingen viele einer ungewissen Zukunft entgegen.

 

 

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