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Marienschule absolviert SV-Tage mit dem BDKJ

„Schüler sollen Schule mitgestalten“


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loppenburg, Ahlhorn; Die Schülervertreterinnen und -vertreter (SV) der Marienschule Cloppenburg waren von Montag bis Dienstag (28.8.) zu SV-Tagen im Blockhaus Ahlhorn. Referenten des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Landesverband Oldenburg (BDKJ) thematisierten die Erwartungen der verschiedenen Bezugsgruppen und halfen der Gruppe dabei, als SV zusammenzuwachsen. Zudem ging es um Tipps und Wissenswertes zum SV-Alltag, zu Formalitäten und Organisatorischem wie Protokollen bei Sitzungen und dem Antragswesen an der Schule.

Lehrer, Schüler, Mitschüler, Schulleitung, Eltern und schließlich die Klassensprecher selbst haben Erwartungen an die zum Schuljahresbeginn neugewählten Vertreter. Diese standen zum Auftakt des Seminars auf der Tagesordnung, viele Ansprüche wurden auf großen Plakaten gesammelt. „Ich will die Klasse zum Ziel führen“, schrieb einer, „die Lehrer erwarten von uns, dass wir Streit schlichten und uns für die Klasse einsetzen“, schrieben andere. „Meine Aufgabe ist es, die Klasse und die Schule zu repräsentieren“, hieß es auf einem anderen Bogen.

17 Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse nahmen an dem freiwilligen Seminar teil, zu dem sich die SV der Marienschule erstmals angemeldet hat. Man habe gemerkt, dass die SV mehr über ihre Rechte und Pflichten erfahren müsse, begründete Schulsozialarbeiter Matthias Anneken diese Neuerung. „Die Schülerinnen und Schüler sollen Schule durch ihre SV mitgestalten“, erklärte Anneken. Man wolle eine Zukunftswerkstatt installieren, also einen Ort für visionäre Wünsche und Ideen, an dem Geld erstmal keine Rolle spiele. Wichtig sei ihm, zu vermitteln, was der SV für Geld zur Verfügung stünde und wie sie mit dem schulischen Förderverein zusammenarbeiten könne. Ein Ziel sei es, dass die SV selbst das nächste Seminar für 2018 organisieren könne.

Für den BDKJ führten die beiden Studentinnen Lara Neundorfer und Tabea Goesmann durch die Tage. Ganz konkret übte die Gruppe unter ihrer Anleitung Interessensvertretung beim „Stühlestellen“ ganz konkret und mit viel Action. Vier Kleingruppen bekamen jeweils unterschiedliche Aufgaben. Zur Verfügung standen jedoch für alle dieselben Stühle. In den Spielrunden herrschte Redeverbot und sofort begann ein hektisches und engagiertes Zerren und Ringen um die knappen Ressourcen. Jeder Versuch, Stühle in den Kreis zu stellen wurde zerstört, weil andere die Stühle brauchen, um sie Rückenlehne an Rückenlehne zu stellen oder auf die Seite zu legen. „Mit dieser spielerischen Weise wollten wir zeigen, wie konfus und anstrengend es sein kann, wenn jeder nur seine eigene Aufgabe im Blick hat, ohne zu überlegen, ob es gemeinsame Wege geben könnte“, sagte Tabea anschließend. Sie glaube, dass sich die Situation schnell auf die Probleme eines Klassensprechers übertragen lasse. „Wichtig ist für Euch, oft erstmal zu hören und zu verstehen, was die anderen Gruppen für ein Ziel haben“, gab sie der SV mit auf den Weg.

Am Dienstag wurde die Interessensvertretung nochmal mit einem Planspiel geübt. Die Kinder und Jugendlichen versetzten sich dabei in die verschiedenen Rollen, die es an der Schule gibt, die Schulleitung, die Schüler und die Lehrkräfte. Dann versuchten sie eine Herausforderung möglichst realitätsnah zu meistern.

Johannes Hörnemann


BU (Offizialat/Johannes Hörnemann): Mit viel Action übten die Schülervertreter beim Stühlestellen ihre Aufgabe als Interessensvertreter. Unterschiedliche Aufgaben führten zunächst zu einem zähen Ringen um die knappe Ressource Stühle.

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